Glossar

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Anzahlung
Ein Unternehmer schuldet gegenüber dem Finanzamt die Umsatzsteuer auf erhaltene Anzahlungen, sobald die Lieferung oder sonstige Leistung ausgeführt wurde. Eine Ausnahme bilden die Anzahlungen. Die Umsatzsteuerschuld entsteht bei ihnen bereits zum Zeitpunkt der Zahlung. Die Anzahlungen haben damit eine besondere Bedeutung für die Umsatzsteuer.

Aufzeichnungspflicht
Steuerrechtliche Vorschriften verpflichten jeden Unternehmer, Aufzeichnungen zu führen - und das unabhängig davon, ob er buchführungspflichtig ist oder nicht. Zu den Aufzeichnungspflichten gehören die Kasseneinnahmen und -ausgaben (tägliche Aufzeichnung!), die getrennte Aufzeichnung von Geschenken und von Bewirtungskosten und z.B. die Trennung der Erlöse nach Steuersätzen.

Authentifiziertes Verfahren bei der Umsatzsteuervoranmeldung
Der Übersender einer Umsatzsteuervoranmeldung (der Unternehmer oder sein Steuerberater) muss sich beim Finanzamt über das Elster-Portal registrieren lassen und unter dieser Kennung seine Steuererklärungen authentifiziert abgeben.

Bestandskonten
Bestandskonten sind die Konten der Bilanz. Bestandskonten gibt es als Aktiv- und als Passivkonten.

Bilanz
Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital. Das Vermögen enthält das Anlage- und das Umlaufvermögen; das Kapital das Eigen- und das Fremdkapital. Die Bilanz ist ein Teil des Jahresabschlusses.

Buchführungspflicht
Jeder Unternehmer, der nach Handels- und/oder Steuerrecht bilanzierungspflichtig ist, muss eine Buchführung erstellen und vorweisen. Diese muss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.

Eigenkapital
Das Eigenkapital ist eine rechnerische Größe als Differenzbetrag zwischen dem Vermögen und dem Fremdkapital.

Erfolgskonten
Neben den Bestandskonten werden in der Buchführung Erfolgskonten geführt. Das sind Unterkonten des Eigenkapitals. Hier werden alle Erträge und Aufwendungen gebucht.

Eröffnungsbilanzkonto
Das Eröffnungsbilanzkonto dient dem Buchen der Eröffnungsbilanzwerte zu Beginn des neuen Wirtschaftsjahres.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)
Ausführliche Informationen zum Thema "Geringwertige Wirtschaftsgüter" finden Sie hier:

Inventar

Das Inventar ist ein Verzeichnis, in dem das Ergebnis der Inventur festgehalten wird. Im Inventar findet man das Vermögen, die Schulden und das Eigenkapital.

Inventur
Buchführungspflichtige Unternehmer sind verpflichtet, eine Inventur durchzuführen und dabei alle Vermögensgegenstände und Schulden aufzunehmen, zu dokumentieren und zu bewerten.

Kontenplan
Ein Kontenplan enthält die Konten eines Standardkontenrahmens, der firmenspezifisch zusammengestellt wurde und nur die Konten enthält, die für die Buchführung dieses Unternehmens benötigt werden.

Kontenrahmen
Kontenrahmen sind Organisationspläne, die Ordnung und Übersicht in die Vielzahl der Buchführungskonten bringen.

Personalkosten
Durch die Beschäftigung von Personen entstehen einem Unternehmen Aufwendungen, die als Personalkosten bezeichnet werden.

Rohgewinn
Der Warenrohgewinn ist eine rechnerische Größe, die die Differenz zwischen den Erlösen und dem Wareneinsatz abbildet.

Schlussbilanzkonto
Am Ende eines Wirtschaftsjahres werden alle Bestandskonten über das Schlussbilanzkonto abgeschlossen, d.h. gebucht. In EDV-Programmen erfolgen diese Buchungen automatisch.

Skonto
Ein Skonto ist ein bestimmter Preisnachlass aufgrund einer zügigen Zahlung einer Rechnung.

Umsatzsteuer (auch: Mehrwertsteuer)
Die Umsatzsteuer ist ein mehrstufiges Steuersystem, bei dem der Endverbraucher bzw. Kunde die volle Umsatzsteuer für die durchgeführten Lieferungen oder sonstigen Leistungen zahlt. Ein Unternehmer zahlt in verschiedenen Wirtschaftsstufen immer nur die Steuer für den berechneten Mehrwert an das Finanzamt und kann die Steuer vom Einkauf vom Finanzamt zurück verlangen - insofern ist die Umsatzsteuer für Unternehmer ein durchlaufender Posten. Die Umsatzsteuer ist eine Verkehrssteuer wie die Kfz-Steuer oder die Grunderwerbsteuer, und eine Verbrauchsteuer wie die Tabaksteuer, die Mineralölsteuer oder die Kaffeesteuer.

Vorsteuer
Ein umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer kann die Umsatzsteuer, die von anderen Unternehmen in Rechnung gestellt worden sind, als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen.

Wirtschaftsjahr
Das Wirtschaftsjahr umfasst grundsätzlich 12 Monate. Es darf diesen Zeitraum nicht unterschreiten (§ 240 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Wirtschaftsjahr ist

- bei Gewerbetreibenden, deren Firma ins Handelsregister eingetragen ist, der Zeitraum, für den sie regelmäßig Abschlüsse machen (der Zeitraum muss nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen)

- bei Gewerbetreibenden, deren Firma nicht in das Handelsregister eingetragen ist, das Kalenderjahr. Die Umstellung des Wirtschaftsjahres auf einen Zeitraum, der vom Kalenderjahr abweicht, ist nur möglich, wenn sie mit dem Finanzamt abgestimmt ist.